Ein Wochenendtrip nach Hamburg

Meinen ersten Besuch stattete ich der Hansestadt 2012 ab. Nun, fünf Jahre später, frischte ich meine Erinnerungen an Hamburg mit einem Wochenendtrip auf. Und was soll ich sagen – es gefällt mir noch genau so gut wie damals! 

„In der einen Hälfte des Jahres haben wir schlechtes Wetter – in der anderen regnet es.“ Diese Auskunft erteilte uns der Taxifahrer auf dem Weg zum Stage Theater, nachdem er uns aus dem Chaos, das am Hauptbahnhof auf Grund eines Polizeieinsatzes herrschte, rettete. Hamburg empfing uns allerdings an diesem Freitag mit strahlendem Sonnenschein. Klar, ein wenig windig ist es zumindest am Wasser in Hamburg immer. Die frische Brise bläst einem aber mal richtig den Kopf frei und tat zumindest mir außerordentlich gut. Wir hatten uns in der Nähe des Hauptbahnhofs über AirBnB in einer wunderschönen Altbauwohnung einquartiert. Unsere Gastgeberin legte uns den Elbstrand an’s Herz, um die Sonne zu genießen und so machten wir uns mit U-Bahn und Fähre auf den Weg zum Anlegeplatz „Övelgönne“. Praktisch dabei ist, dass die normalen Nahverkehrtickets auch für die Fähren gelten.  Bei dem fantastischen Frühlingswetter über den Sand an der Elbe zu spazieren war einfach traumhaft – wie im Urlaub, ein bisschen fühlte es sich an als seien wir am Meer gewesen. Hunde tobten spielend am Ufer entlang und im Außenbereich der Strandperle, einem kleinen Café, lässt es sich prima in der Sonne sitzen und bei einem Kaffee oder Bier die Kräne und das Hafentreiben am gegenüberliegenden Ufer beobachten.

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Am Abend ging es dann auf eine zauberhafte, glitzernde Reise durch Agrabah. Im Stage Theater sahen wir uns „Aladdin“ an, das grandiose Musical, das den Hauptgrund für unsere Reise nach Hamburg darstellte. Es war wahrlich märchenhaft und ich kann Dir das Musical wärmstens empfehlen. Wundervolle funkelnde Kostüme, fantastische Darsteller und ein geniales Bühnenbild bescherten uns einen ganz wunderbaren Abend und das Grinsen, das uns der perfekt verkörperte Dschinni in’s Gesicht zauberte, hielt noch das ganze Wochenende an.

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Noch beseelt von dem wunderbaren Vorabend machten wir uns am nächsten Tag auf nach Altona, dem westlichsten aller sieben Bezirke Hamburgs. Wir schlenderten durch die von traumhaften Altbauten gesäumten Gassen über einen kleinen Markt bis zum Rathaus von Altona. Ein Stück weiter Richtung Elbe erreichten wir einen hübschen Aussichtspunkt, von dem aus wir das schöne Elbpanorama bewundern konnten.

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Wir beschlossen, zu Fuß runter zum Fluß zu gehen um mit einer Fähre zu den Landungsbrücken zu fahren. Ich kann nur empfehlen, dass Du Dir ein Tagesticket für die gewünschten Zonen kaufst. Da dort wie gesagt auch die Fährverbindungen inbegriffen sind, sparten wir uns die Hafenrundfahrt, die einem alle Nase lang angeboten wird. Etwas anderes sieht man dabei auch nicht, nur dass einem keine blecherne Stimme aus Lautsprechern etwas dazu erzählt. Da wir aber beide bereits in Hamburg waren und eben jene Rundfahrt schon mitgemacht hatten, entschieden wir uns diesmal dagegen. Bevor es aber auf die Fähre ging, machten wir einen kleinen Abstecher zu dem gläsernen Bürogebäude Dockland, das direkt an der Elbe steht und gebaut ist wie ein Schiff. Über eine große Freitreppe gelangt man auf eine Dachterrasse, von der aus man einen wundervollen Blick über den Hafen uns das nördliche Elbufer hat.

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Am Abend zog es uns erneut in die Hafencity. Hamburgs neues Wahrzeichen, die Elbphilharmonie, von allen liebevoll Elphi genannt, lockte uns in die windige Dunkelheit. Schon auf dem Weg dorthin fiel uns die schöne Ausleuchtung der Backsteinhäuser der Speicherstadt auf. Durch menschenleere Straßen schlenderten wir durch den gigantischen Lagerhauskomplex. Eine unheimliche Ruhe herrschte hier. Natürlich ist die Speicherstadt tagsüber schon beeindruckend – nachts, ohne die vielen Touristen und schön beleuchtet herrscht dort aber nochmal ein ganz anderes Flair.

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Als wir uns an der fantastischen Architektur satt gesehen hatten, beschlossen wir, das berühmt – berüchtigte Schanzenviertel aufzusuchen und es mittels einer Kneipen-Tour zu erkunden. Allerdings hingen wir gleich in der ersten Bar dann einfach fest. Das „Chakra“, tagsüber ein Café, abends eine Bar, erfüllte einfach all unsere Wünsche – das Essen war gut,die Cocktails lecker und gut gemischt und die Stimmung angenehm. Warum also unseren tollen Platz auf der gemütlichen Fensterbank aufgeben? So sahen wir zwar nichts von Hamburgs Nachtleben, verbrachten aber dafür einen entspannten Abend und konnten am nächsten Morgen, dem Abreisetag, völlig unverkatert von der Aussichtsterrasse der Elbphilharmonie, der Plaza, noch einen weiten Blick über Hamburg genießen.

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Kleiner Tip (den wir unsererseits von unserem lieben Taxifahrer bekamen): Wenn Du auf die Philharmonie zugehst, bieg in die Straße, die nach links weg vom Gebäude führt, ein. Dort ist ein kleines Besucherzentrum, wo deutlich weniger los ist als im Eingangsbereich der Elbphilharmonie. Hier kann man die kostenlosen Tickets schnell an einem Automaten ziehen. Man hat dann ein Zeitfenster von einer Stunde, in dem man Zugang zu der Aussichtsplattform hat. Mit den Tickets wird sicher gestellt, dass sich nicht zu viele Leute gleichzeitig auf der Plaza aufhalten.

Hamburg ist einfach immer einen Besuch wert. Was gibt es schöneres, als an der Elbe im Wind zu stehen und sich eine Fischsemmel -äh, pardon, ein Fischbrötchen 😉 -schmecken zu lassen?


2 Gedanken zu “Ein Wochenendtrip nach Hamburg

  1. Ein sehr schöner Beitrag und die Bilder dazu sind wirklich klasse geworden liebe Kathi, was für ein Zufall, dass genau du auf eine Buch Sammlerecke gestoßen bist!

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