Erinnerungen an Thailand

Aus aktuellem Anlass drifte ich momentan immer wieder gedanklich ab nach Thailand: Von heute an in 17 Tagen geht es nämlich wieder Richtung Asien. Endlich. Vor einigen Jahren durfte mich der Süden Thailands mit seinen kilometerlangen Stränden, unheimlich freundlichen Menschen und zahlreichen Tempeln entzücken, dieses Mal wird der Norden erkundet werden.

Ja, ich weiß, Phuket ist DER Anlaufpunkt für Touristen und Pauschalurlauber. Das hat aber eben auch seinen Grund. Als wir das erste Mal an den Strand unseres Hotels wollten, brachte uns das Hotelshuttle nicht an einen, wie ich befürchtete, total überlaufenen, lauten, vermüllten Strand. Im Gegenteil, wir waren so gut wie immer die einzigen in dieser hübschen Badebucht.

2011-11-18-phuket-3-strand-und-meer-0042011-11-18-phuket-3-strand-und-meer-007

Abgesehen von dem Besitzer des kleinen Restaurants und den beiden Frauen, die dort Massagen anboten, liefen wir so gut wie niemandem über den Weg. Und ich muss sagen, so eine Massage am Strand hat definitiv Suchtpotential! Diese äußerst entspannenden Stunden haben mir sogar über den bemerkenswertesten Sonnenbrand den ich jemals hatte hinweggeholfen (Merke: Sonnencreme wird NIEMALS überbewertet!).

Wirklich jeden Abend besuchte uns auf unserer Terrasse eine Eidechse. Sie gesellte sich einfach zu uns und blieb dort für ein paar Stunden sitzen. Wir nannten sie (oder ihn) Eduardo.

2011-11-18-phuket-2-laguna-outrigger-031

Wenn wir genug gefaulenzt haben, widmeten wir uns der Erkundung der Insel. Es gibt in Phuket unheimlich viel zu entdecken. Ein berühmtes Ausflugsziel ist der Wat Chalong, Phukets größter Tempel, welcher den beiden Mönchen Luang Pho Chuang und Luang Pho Chaem gewidmet ist. Stundenlang kann man sich in der imposanten und reich verzierten Anlage bezaubern lassen.

2011-11-18-phuket-5-inselrundfahrt-1192011-11-18-phuket-5-inselrundfahrt-0962011-11-18-phuket-5-inselrundfahrt-103

Man sollte sich dafür unbedingt Zeit lassen, denn so kann man viele kleine Details entdecken. Es ist dabei angebracht, nicht in Badebekleidung oder mit Schuhen durch die buddhistischen Heiligtümer zu watscheln. Frauen sollten ihre Knie und Schultern bedecken, die Schuhe werden vor den Tempeln stehen gelassen.

2011-11-18-phuket-5-inselrundfahrt-090

Wer auf schöne Aussichten steht, wird den Karon View Point lieben. Man hat von dort einen weiten, grandiosen Blick über dichte Vegetation, endlose Strände und das Meer, ist dort allerdings selten alleine. Ein solcher Aussichtspunkt zieht natürlich viele Menschen an. Ein Abstecher dorthin lohnt sich aber auf jeden Fall.

2011-11-18-phuket-5-inselrundfahrt-0012011-11-18-phuket-5-inselrundfahrt-004

Auch vom Big Buddha aus bietet sich ein grandioses Panorama. Diese 45 Meter hohe  Statue aus Marmor erhebt sich vom Gipfel des Nakkerd Hill über Phuket und zieht täglich natürlich viele Touristen an. Der Ausblick, die Gärten ringsherum und die Statue selbst sind aber auch imposant:

2011-11-18-phuket-5-inselrundfahrt-0462011-11-18-phuket-5-inselrundfahrt-071

Ich bekenne mich schuldig: Auch ich habe einen Ausflug nach Phang Nga gemacht um den berühmten „James-Bond-Felsen“ zu sehen. Der Ausflug an sich und auch die Insel waren wirklich sehr schön, die Fahrt mit den für Thailand typischen Longtailbooten durch die Mangroven und kleine Höhlen haben sich auch wirklich gelohnt, aber der James-Bond-Felsen ist…naja, ein Felsen eben. Es wimmelt von Touristen, man findet kaum ein ruhiges Plätzchen und auch hier wird wirklich aus allem versucht Geld zu machen. Trotzdem würde ich die Tour alleine wegen den oben erwähnten Mangroven und Höhlen wiederholen.

2011-11-18-phuket-6-phang-nga-0362011-11-18-phuket-6-phang-nga-0522011-11-18-phuket-6-phang-nga-091

Auch Patong habe ich natürlich erkundet. In erster Linie ist diese Gemeinde laut, hektisch, grell und touristisch. Es gibt unzählige Verkaufsstände, man kann alles kaufen, was das Herz begehrt –  Kleidung, Schmuck, Essen , Elektronik, aber auch gefälschte Führerscheine, Flugtickets oder Pässe – es ist für jeden etwas dabei. Es gibt Bars, Clubs, Restaurants und Shopping-Center, an jeder Ecke wird einem irgendetwas zum Kauf angeboten. Und obwohl man sich deutlich Mühe gab, kamen in dieser Umgebung und bei durchschnittlich 30 Grad keine Weihnachtsgefühle auf 🙂

2011-11-18-phuket-4-patong-und-phuket-020

Anstatt in ein Restaurant zu gehen, bevorzugten wir es, uns unser Abendessen an den endlosen Marktständen zusammenzustellen, was neben der immensen Vielfalt auch noch den Vorteil hat dass es wesentlich günstiger als ein Restaurant ist.

2011-11-18-phuket-4-patong-und-phuket-029
Tütensuppe nach Thai-Art
2011-11-18-phuket-4-patong-und-phuket-030
Nudelgerichte in allen erdenklichen Variationen
2011-11-18-phuket-4-patong-und-phuket-038
Auch für Fischliebhaber ist gesorgt

Mein absolutes Highlight in diesem Urlaub war ein Ausflug mit einem Speedboat zu den Similan Islands. Solch glasklares Wasser und schneeweiße Strände habe ich vorher noch nie gesehen. Diese neun Inseln liegen in der Andamanensee und dort zu schnorcheln war einfach unglaublich. Ich bin tatsächlich mit einer großen Meeresschildkröte geschwommen, neugierige bunte Fische ließen sich ohne Scheu auch aus der Nähe beobachten und sogar eine Muräne ließ sich kurz blicken.

2011-11-18-phuket-7-similan-islands-0162011-11-18-phuket-7-similan-islands-0272011-11-18-phuket-7-similan-islands-0772011-11-18-phuket-7-similan-islands-0832011-11-18-phuket-7-similan-islands-0892011-11-18-phuket-7-similan-islands-062

Auf den Naturschutz wird dort viel Wert gelegt, deshalb dürfen nicht alle der Inseln betreten werden und auch das Tauchen und Schnorcheln ist nicht überall erlaubt. Von Mai bis Oktober ist die Inselgruppe, die zusammen mit zwei anderen Inseln den Nationalpark Mu Ko Similan bildet,übrigens geschlossen.

Einen kleinen Kulturschock habe ich bei der Rückkehr nach Deutschland erlitten. Die Thai sind ein extrem freundliches Volk. Es ist zwar vor allem in den Städten hektisch und laut, aber es fehlt die Gereiztheit und Aggressivität, die oft in deutschen Großstädten zu finden ist. Laut zu werden oder jemanden anzuschreien hieße für einen Thai, sein Gesicht zu verlieren. Anfangs war ich sehr verblüfft über so viel Höflichkeit überall, gewöhnte mich aber schnell daran. Und dann komme ich zurück nach Deutschland, steige in die Münchner S-Bahn ein und werde angemosert, weil MIR jemanden auf den Fuß gestiegen ist. So macht heimkommen Spaß!

Nun wird es in wenigen Tagen zurück nach Thailand gehen. Zu viert wollen wir den Norden erkunden und versuchen, abseits der Touristenpfade Land und Leute kennenzulernen. Bisher haben wir nur das Hotel in Bangkok für die ersten drei Tage und den Mietwagen gebucht und ich bin gespannt, wohin es uns auf unserem Roadtrip verschlagen wird. Es wird sicher einiges zu berichten geben. Tipps nehme ich sehr gerne an 😉


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s